Biographie
Peter van Stralen studierte zunächst Grafik und Design an der Kunstakademie in Arnheim, Niederlande. Während dieses Studiums wurde sein Interesse an der Fotografie geweckt.
Seitdem ist er als freischaffender Fotograf tätig, wobei der Schwerpunkt seiner Arbeit auf dem Gebiet der inszenierten schwarzweißen Fotografie liegt.
Außerdem ist er als Fotograf tätig in der Welt von Kunst und Kultur im Allgemeinen.
Motivation
Peter van Stralen hegt eine tiefe Bewunderung für Tänzerinnen, weil sie in der Lage sind, Kraft und Anmut auf eine sehr natürliche Weise miteinander zu vereinigen. Das Konzept zu diesen Serien ist entstanden aus seiner Zusammenarbeit mit Tänzerinnen der Tanzgesellschaft Introdans und der Tanzakademie Arnheim in den Niederlanden.
Die Interaktion zwischen diesen ganz unterschiedlichen Tänzerinnen einerseits und seinem eigenen (foto-)grafischen Hintergrund andererseits, hat sich als besonders wertvoll erwiesen. Er ist allen Tänzerinnen zu großem Dank verpflichtet für den Einsatz und die Inspiration die sie in das Projekt eingebracht haben. Deshalb betrachtet er diese Fotos nicht bloß als seine, sondern auch als unsere Bilder.
Nach der Veröffentlichung des Fotobuches ‘Figuren’ im Jahre 2001 hat er versucht, die weiblichen Körperformen noch etwas weiter zu verfremden als das bereits in diesem Buch der Fall war. Die Bilder aus dieser neuen Reihe nennt er jetzt: ‘Fremdkörper’.
Die konventionelle Model- und Aktfotografie zeigt leider nur zu oft ziemlich althergebrachte oder gar banale Bilder. Deshalb hat er sich entschlossen, den weiblichen Körper einmal aus einer anderen Perspektive zu zeigen: weder alltäglich noch erotisch, sondern fremdartig und merkwürdig. Frauen sind für ihn eben nicht nur vertraut und sinnlich, sondern auch angenehm fremdartig und faszinierend vielseitig. Die Fotoserie ist deshalb ein Abbild seiner Verwunderung über die Frau und ganz besonders über diese Tänzerinnen.
Stil
Peter van Stralen betrachtet sich als einen zweidimensionalen Bildhauer der sich im Grenzbereich zwischen Fotografie und bildender Kunst befindet.
Sein Stil ist stark von seinem grafischen Hintergrund geprägt worden: er ist ziemlich direkt und einfach. Demzufolge haben er und seine Kamera in einer unkomplizierten Weise mit den Körperformen der Tänzerinnen gespielt: Er ist der Auffassung, dass ‘weniger’ meistens ‘mehr’ bedeutet. In diesem Sinne ist er ein Minimalist.
Sowohl die Komposition als auch die Formensprache spielen in seiner Arbeit eine wichtige Rolle. Weil seiner Meinung nach die Farbe oft nur vom Wesentlichen eines Bildes ablenkt, bevorzugt er die schwarzweiße Fotografie. Um jeglichen modischen oder zeitbedingten Einflüssen auf seinen Bildern ausweichen zu können, wurden sie bewusst in einer beinahe zeit- und raumlosen Situation gestaltet. Außerdem sind die Tänzerinnen von ihm als Interpretinnen dargestellt worden, damit eine Identifikation mit der Person hinter der Figur möglichst vermieden wird und somit die fotografierte Form besonders hervorgehoben werden kann.
Genauso wie die Bewegung des Tanzes den Körper immer wieder zu neuen Formen treibt, die letztendlich zu einer neuen Choreographie führen, so wurde diese Serie schließlich selbst zu einer Art fotografischen Choreographie.
Technik
Peter van Stralen arbeitet zur Zeit mit einer Nikon D3x Kamera und einem 24 – 70mm 2.8 G ED Nikkor Objektiv.

Die Bilder sind alle im Studio gemacht worden mit Bowens Esprit 1000 Studioblitzgeräten.